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Geliebte Heimat

Heimat

wie selbstverständlich Du doch immer warst für mich, hab Dich nie hinterfragt, auch nicht sonderlich wertgeschätzt.

Du warst einfach hier, und ich war ein Teil von Dir – Woazbrotn, Erdäpfelgulasch, Most und hinter jedem Berg kennt man sich.

Die Altvorderen haben für Bekanntheit „gesorgt“ – jeder wusste über die Familie, und deren Mitglieder – die Eigenheiten und Besonderheiten,

Ich konnte Dich nicht wertschätzen, weil ich Dich nicht vermisste.

Die Sehnsucht nach neuen Ufern wurde geboren und ich wollte weg, weg von Dir, Du warst mir bereits bekannt – zu bekannt.

Das Andersartige war nun das Attraktive, das Erstrebenswerte und so kam es, dass ich von dannen zog – in die Stadt da kann man mehr erleben, unterschiedlichste Menschen kennenlernen, andere Kulturen hautnah erleben;

Cool war es und auch nicht zu weit von Dir entfernt das war mir anscheinend wichtig und lieb;

dann kam die Phase in meinem Leben, wo ich glaubte, ans andere Ende der Welt zu müssen, braucht man doch Erfahrung in einer vollkommen anderen Tradition und Kultur – Thailand und Indien – oh es war so wunderbar;

doch tief in mir spürte ich diese Sehnsucht – damals wusste ich noch nicht, was es war – besser gesagt ich gestand sie mir nicht ein – die Sehnsucht nach Dir, geliebte Heimat!

Der Dialekt hat mich immer mit meinen Wurzeln verbunden – wie anstrengend war es doch, hochdeutsch zu sprechen oder englisch all day long.

Immer wieder kehrte ich zurück zu Dir – manchmal erschöpft, manchmal high up, dann wieder gar nicht cool, und manchmal mehr als wichtig;

ich hab Dich wieder verlassen, weil ich glaubte, das, was mich einst gehalten hat, besitzt Du nicht mehr, die Menschen, die mich damals getragen haben, durchs Leben führten, sie waren gestorben, oder konnten das nicht halten, was sie zu Beginn versprochen hatten

glaubte ich zumindest.

Und dann, als meine Kinder zur Welt kamen, hab ich Dich wieder verlassen das war der einzige und größte Fehler, den ich zutiefst bereuen musste.

Jeden Tag hab ich Dich vermisst, Du geliebte Heimat, jeden Hügel, jedes steirische Wort, jeden einzelnen Menschen, dem ich jemals in meinem Leben begegnet bin, ich hab sie alle vermisst, und am meisten Dich, die Orte, die nur noch Erinnerung waren, die Menschen, meine Eltern, meine Familie, die mich kannte, wie ich meine Westentasche – oh geliebte Heimat.

Wie hab ich Dich vermisst, und konnte doch nicht zurückkehren zu Dir!

Und dann geschah plötzlich etwas sehr eigenartiges – ich fand Dich wieder – unabhängig von Raum und Zeit warst Du plötzlich da – nicht als Sehnsucht – sondern ein erfülltes Gefühl IN mir!

Da war kein Schmerz mehr, keine Sehnsucht – nur noch die leise Erinnerung daran Du geliebte Heimat bist jetzt vollständig in meinem Herzen – ich nehm´ Dich überall hin mit durch Raum und Zeit hindurch.

Die Seelenflüsterin


Die beschäftigt sich mit dem Lösen von Blockaden.


Aktualisiert am 27.01.23 um 13 Uhr

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